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Bei besten äußeren Bedingungen startete das, neu ins Leben gerufene, Krieauer Derbywochenende Samstagnachmittag mit einem überlegenen Erfolg von Passionate Dream (mit Hubert Brandstätter jun.). Gleich nach der Eröffnung des Goldhelms erfolgte der umgehende Konter von Gregor Krenmayr. Zuvor hatte er noch mit Zeta Jones Venus das Nachsehen, nun gewann er leicht mit dem ihm anvertrauten Free Soul im Besitz des Team Neuhof. Es folgte eine imponierende Vorstellung von What a Babe (mit Klaus Dresel). Beim Österreich Debut beeindruckte die 7-jährige dänische Stute bei ihrem Sieg mit einer famosen „Schluss-Halben“ und wehrte den Angriff von Mister Magic (Gerhard Mayr) im Einlauf ab.

Das Hauptereignis des Tages, das Karl Bürger Gedenkrennen 2018, sicherte sich erwartungsgemäß die noch ungeschlagene Mon Cherrie Venus mit Gregor Krenmayr Start-Ziel. Gratulation an das Besitzer-Duo Sabine Jackson und Alfons Müller! Danach meldete sich Faithful MS nach ein paar „unauffälligen“ Leistung in den letzten Monaten zurück und scheint wieder besser in Form zu kommen. Matthias Stocker pilotierte den 232:10 Außenseiter zu einem leichten Sieg mit 2 Längen gegenüber Wonder Boy.

Bei dem ersten durchgeführten Verkaufsrennen seit etlichen Jahrzehnten überschlugen sich die Ereignisse. Mr Bojangles erwischte einen blendenden Start aus dem ersten Band um dann im ersten Bogen einen Fehler zu begehen und scheinbar seine Chancen zu verspielen. Nun war das Rennen augenscheinlich für Keystone Venus angerichtet, der durch den Fehler von Mr Bojangles kampflos die Führung übernahm. Dieser wurde auspariert und wieder an das Feld herangeführt. Überraschenderweise hatte er auch noch Reserven und konnte das verschärfte Tempo in der Schlußrunde trotz weiter Wege in Außenspuren mitgehen. Mitte des Einlaufs beging der erwartete Sieger Keystone Venus einen Fehler und die dahinter liegende Viva Venus (Martin Redl) triumphierte vor dem blendend gehenden Mr Bojangles (Carsten Milek). Im Zuge der folgenden stillen Auktion wurde Mr Bojangels verkauft und ein weiteres Pferd dieses Verkaufsrennens (Keystone Venus) wechselte anschließend noch im Stallbereich seinen Besitzer. Zum Abschluss des Tages wurde noch ein Doppelsitzer-Showbewerb ausgetragen bei dem Ponte Venus mit Harald Lehner und Daniela Leicher die Ziellinie als Erster erreichte.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und ein paar geselligen Stunden im Zuge der Derby-Party am Vorabend mit der Ehrung der Besitzer- und Züchterchampions 2017, kam am Sonntag der lang ersehnte Derbytag. Medienkooperationen sei Dank hatten wir diesmal die Möglichkeit mehr Vorankündigungen des Events in der Tagespresse zu platzieren. Dies und die Bemühungen um weitere Attraktionen und Erneuerungen erwiesen sich als voller Erfolg. Sei es der engagierte Berliner Rennkommentator Murat, der Super Trot Cup, unser „Fieldreporter“ Alex oder die platzierten Food-Trucks, die Zuseherzahlen waren toll und das Feedback äußerst positiv.

Den sportlichen Auftakt an diesem Tag machte Gerhard Mayr mit der Stute Iron Beuckenswijk. Diese ließ dem klaren Totofavoriten Love You Venus keine Chance und siegte in 17,7/2100m sicher vor Amigo Venus mit Franz Konlechner. Auch beim folgenden Trabreiten gingen die Favoritenspieler leer aus. Der aus Deutschland angereiste Gri Power Jet (Marisa Bock) wurde wegen unreinem Gang disqualifiziert und somit war der Weg frei für Ulysse de Corbery, mit Sabrina Gruber im Sattel, den Reiterfolg vom 10. Mai zu bestätigen. Dann kam das erste (von drei) Derbies an diesem Tag und es ging, wie letztes Jahr, an Jimmy und Stefanie Mayr. Mit einer beeindruckenden Tempofahrt konnte sie trotz 100 Meter Zulage reüssieren. Ganz tolle Leistung! Es folgte eine Machtdemonstration von Raphael Venus (Hubert Brandstätter jun.), der Successful (Thomas Pribil) und Ragazzo (Robert Pletschacher) hinter sich ließ.

Das erste ganz große Highlight, den ersten Vorlauf des Super Trot Cups 2018, sicherte sich Gerhard Mayr mit dem deutschen Hengst Muscle Boy As. In der Wochenend-Bestzeit von 14,5/2100m setzte er sich in diesem exquisit besetzten internationalem Feld verdient durch. Viel Glück im Finale, das am Berliner Derbywochenende ausgetragen wird, und für das sich auch die weiteren Platzierten Born Alone (Carsten Milek), Popeye Diamant (Gerhard Biendl) und Lord Brodde (Gregor Krenmayr) qualifiziert haben. Anschliessend durfte auch der „Champ“ Heinz Wewering auf die Krieauer Siegerparade. Er pilotierte Mc Donald Venus in einem DGS-Bewerb zum Sieg. Es folgte der ganz große Auftritt von Fergie Venus (mit Thomas Royer) in einem Amateurbewerb. Trotz Fehlers und immensem Raumverlust hatte die Stute im Einlauf genug Reserven um mit einer famosen Speedleistung zum Erfolg zu kommen. Sehr beeindruckend!

Nun das lang ersehnte 133. Österreichische Traberderby. Das Derby-Versuchsrennen und die (öffentliche) Startnummernauslosung hatten ihren Teil dazu beigetragen, dass sich die Favoritenrolle neu verteilt hat. Juwel Venus (Erich Kubes) ging als klarer Favorit ins Rennen und bezahlte 13:10 am Totalisator, Freeman Venus (Franz Konlechner) hingegen stattliche 105:10. Den besten Start erwischte I Love You Darling (Matthias Schambeck) und sicherte sich eingangs des Messebogens die Führung. Kurt Cobain (Dieter Marz) hingegen beging am Start einen Fehler. Als sich das Feld formiert hat wurde das Tempo von der Führenden etwas gedrosselt und dies veranlasste Juwel Venus nach etwa 800 Meter sogleich zur Attacke durch die dritte Spur vom Ende des Feldes kommend. Es folgte eine entscheidende Szene in diesem Derby. Freeman Venus, erstes Pferd in zweiter Spur, geht die Attacke mit Juwel Venus -als dieser daneben auftaucht - mit und verschärft ebenfalls das Tempo. Freeman Venus setzt sich durch und übernimmt die Führung, womit Juwel Venus in der Todesspur ohne Führpferd hängen bleibt. Hinter Freeman Venus liegt I Love You Darling an der Innenseite. Mitte des Einlaufs sieht Freeman Venus bereits wie der sichere Sieger aus und Juwel Venus muss dem aufwändigem Rennverlauf Tribut zollen und fällt etwas zurück. Etwas? Genau so viel, um I Love You Darling die Möglichkeit zu bescheren frei zu kommen und in die zweite Spur zu wechseln. Nun entwickelte die Stute noch enormen Speed auf den letzten Metern und zieht an Freeman Venus vorbei zum Sieg. I Love You Darling und Sabine Jackson gewinnen das Österreichische Traberderby 2018 mit dem Wahlösterreicher Matthias Schambeck im Sulky.

Im weiteren Rahmenprogramm sicherte sich Nanny McPhee (Gregor Krenmayr) einen verdienten Erfolg, bei dem man sah, dass man der Todesspur auch trotzen kann um sicher zu gewinnen. Der zweite Amateur-Triumph ging, wie zuvor an diesem Tag, erneut an Thomas Royer. Er gewann mit Stravinskij Bigi das Hermann Holzwarth Gedenkrennen, das Derby der Amateure, vor Margaux (Walter Weinwurm) und Global Player (Johann Preining jun.). Die abschließenden Bewerbe an diesem ereignisreichen Wochenende gingen an Dexter (Dieter Marz) und an die Präsidenten-Preis-Siegerin Geraldine SR (Hubert Brandstätter jun.).